Oesch’s die Dritten werden sich nach ihrem 30-jährigen Bühnenjubiläum in der bekannten Besetzung verabschieden. Mit einer letzten „Merci-Tour“, einem neuen Album und zwei großen Abschlusskonzerten in Montreux und Bern möchte die Schweizer Familienband ihrem Publikum Danke sagen. Von der Musik selbst will sich die Familie jedoch nicht verabschieden…
Oesch’s die Dritten sagen „Merci“: Abschied nach 30 Jahren
Diese Nachricht dürfte viele Fans der volkstümlichen Musik tief berühren: Oesch’s die Dritten haben ihren Abschied angekündigt. Die für 2027 und 2028 geplante „Merci-Tour“ wird die letzte Tournee der erfolgreichen Schweizer Familienband sein. Nach ihrem Abschluss soll es Oesch’s die Dritten in der heute bekannten Form und Besetzung nicht mehr geben.
Damit wird aus dem ursprünglich als Jubiläumstournee angekündigten Konzertprojekt zugleich eine musikalische Abschiedsreise. Die Band möchte ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum gemeinsam mit dem Publikum feiern und ein außergewöhnliches Kapitel Schweizer Musikgeschichte bewusst beenden.
Aufhören, wenn es am schönsten ist
Der Entschluss sei der Familie nicht leichtgefallen. Oesch’s die Dritten wollen den Zeitpunkt ihres Abschieds jedoch selbst bestimmen und ihre gemeinsame Geschichte mit Kraft, Dankbarkeit und Würde abschließen.
Die Entscheidung ist damit nicht als Reaktion auf ausbleibenden Erfolg zu verstehen. Vielmehr zieht die Familie einen selbstbestimmten Schlusspunkt, während ihre Musik weiterhin ein großes Publikum erreicht und die Konzerte auf eine treue Fangemeinschaft zählen können.
Von der Musik selbst verabschieden sich die Mitglieder ausdrücklich nicht. Sie soll auch künftig ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens bleiben. Was nach dem Ende der Band in ihrer bisherigen Form folgen könnte, ist derzeit noch offen.
Eine Familienband mit unverwechselbarem Klang
Oesch’s die Dritten stehen seit drei Jahrzehnten für handgemachte Volksmusik, große Spielfreude und eine besondere Verbindung aus Tradition und zeitgemäßer Unterhaltung. Zur aktuellen Besetzung gehören Hansueli und Annemarie Oesch, ihre Kinder Melanie, Kevin und Mike sowie Akkordeonist Urs Meier.
Vor allem Melanie Oeschs unverwechselbarer Naturjodel machte die Formation weit über die Schweiz hinaus bekannt. Gleichzeitig war das musikalische Zusammenspiel der gesamten Familie stets das eigentliche Fundament des Erfolgs.
Die Band absolvierte nach eigenen Angaben rund 2.000 Konzerte, erreichte mit ihren Alben mehrfach Gold- und Platinstatus und wurde viermal mit dem Schweizer Unterhaltungspreis Prix Walo ausgezeichnet. Ihre Lieder werden mittlerweile weltweit millionenfach gestreamt.
Trotz dieser Erfolge bewahrte sich die Familie eine bemerkenswerte Bodenständigkeit. Gerade diese glaubwürdige Verbindung aus musikalischer Professionalität, familiärem Zusammenhalt und Nähe zum Publikum wurde zu ihrem Markenzeichen.
Die „Merci-Tour“ wird zur großen Abschiedsreise
Die „Merci-Tour 2027/2028“ soll neue Lieder, bekannte Hits und besondere Überraschungen miteinander verbinden. Zahlreiche Konzerte sind bereits angekündigt, weitere Termine sollen folgen.
Der Tourneename erhält durch die Abschiedsentscheidung eine neue Bedeutung: „Merci“ steht nicht mehr allein für den Dank anlässlich des 30-jährigen Bühnenjubiläums, sondern für einen umfassenden Rückblick auf drei gemeinsame Jahrzehnte.
Die ersten Jubiläumskonzerte sind für 2027 geplant. Die eigentliche letzte Konzertphase soll sich bis 2028 erstrecken. Als emotionale Höhepunkte sind zwei große Finalkonzerte in Montreux und Bern vorgesehen. Der aktuell veröffentlichte Tourplan reicht bis zum 20. Mai 2028.
Ein letztes Album zum Abschied
Bevor sich der Bühnenvorhang endgültig schließt, möchten Oesch’s die Dritten noch einmal neue Musik veröffentlichen. Zusätzlich zur Tournee ist ein letztes gemeinsames Album geplant.
Damit erhält das Publikum nicht nur die Gelegenheit, die bekannten Erfolge der Familienband noch einmal live zu erleben. Die Abschiedsphase soll zugleich zeigen, dass Oesch’s die Dritten ihre gemeinsame Geschichte kreativ und musikalisch aktiv beenden wollen.
Das letzte Album dürfte deshalb mehr werden als eine gewöhnliche Veröffentlichung. Es kann zum musikalischen Vermächtnis einer Formation werden, die den Jodel und die Schweizer Volksmusik einem generationenübergreifenden und internationalen Publikum nähergebracht hat.
Ein Abschied mit Vorlauf und Haltung
Oesch’s die Dritten verschwinden nicht von heute auf morgen von der Bühne. Die Familie nimmt sich fast zwei Jahre Zeit, um gemeinsam mit ihren Fans zurückzublicken, neue Erinnerungen zu schaffen und sich persönlich zu verabschieden.
Dieser lange Vorlauf verhindert zwar nicht die Wehmut, ermöglicht aber einen bewussten Abschluss. Statt eines plötzlichen Endes entsteht eine letzte gemeinsame Reise, bei der Dankbarkeit und Freude im Mittelpunkt stehen sollen.
Hitbarometer-Fazit
Der angekündigte Abschied von Oesch’s die Dritten markiert das Ende einer außergewöhnlichen Erfolgsgeschichte. Nur wenige Formationen verkörpern familiären Zusammenhalt, musikalische Authentizität und generationenübergreifende Unterhaltung so glaubwürdig wie die sechs Musikerinnen und Musiker aus dem Berner Oberland.
Dass die Band ihren Abschied selbstbestimmt plant und sich mit einer umfangreichen Tournee sowie einem letzten Album bei ihrem Publikum bedankt, wirkt konsequent und würdevoll. Die kommenden Konzerte dürften von großer Freude, aber auch von wachsender Wehmut geprägt sein.
Oesch’s die Dritten hören nicht einfach auf. Sie gestalten ihren Abschied so, wie sie ihre Karriere gelebt haben: gemeinsam, bodenständig und mit ganzem Herzen.






