Zwischen Sonnenuntergang und Sehnsucht

Laura Wilde schenkt dem Sommer ein Gefühl…

Manchmal reicht ein einziger Song und: Plötzlich ist er wieder da: Dieser eine Sommer. Der mit den langen Nächten. Mit Gesprächen, die viel zu schnell endeten. Mit Menschen, die vielleicht nie wirklich geblieben sind und trotzdem bis heute Spuren hinterlassen haben.

Genau dieses Gefühl fängt Laura Wilde in ihrer neuen Single „Summerfeeling“ ein. Und vielleicht ist das die größte Stärke des Songs: Er erzählt nicht einfach von Sonne, Strand und Urlaub. Er erzählt von Erinnerung.

 

Wenn Musik wie ein alter Urlaubsmoment klingt

Während viele Sommerhits auf schnelle Partystimmung setzen, geht Laura Wilde einen anderen Weg. „Summerfeeling“ klingt wie ein Blick zurück auf einen Augenblick, den man längst verloren glaubte. Ein Lied über Begegnungen, die eigentlich viel zu kurz waren – und trotzdem bleiben.

Besonders spannend: Der Titel transportiert dieses Gefühl nicht nur textlich, sondern auch musikalisch. Die Produktion greift bewusst jene warmen, melodischen Pop-Elemente auf, die an die großen Radio-Momente der Achtziger erinnern. Genau dadurch entsteht dieser besondere Schwebezustand zwischen Nostalgie und Gegenwart.

Man hört dem Song an, dass er nicht nur funktionieren will, nein, sondern Atmosphäre erschaffen möchte.

 

Zwischen Leichtigkeit und leiser Melancholie

Gerade darin unterscheidet sich „Summerfeeling“ von vielen aktuellen Veröffentlichungen. Hinter der sommerlichen Leichtigkeit liegt eine leise Sehnsucht. Die Frage, warum uns bestimmte Menschen oder Momente nie ganz loslassen. Vielleicht auch deshalb, weil sie nie wirklich abgeschlossen wurden.

Laura Wilde gelingt es, diese Emotion erstaunlich unaufgeregt zu transportieren. Kein überdramatischer Schlagerpathos, keine künstliche Überhöhung, sondern stattdessen Bilder, die viele aus dem eigenen Leben kennen dürften. Barfuß am Strand. Ein letzter Blick. Das Gefühl, dass etwas endet und gleichzeitig nie ganz vorbei sein wird.

 

Ein Song, der bleiben könnte

Dass „Summerfeeling“ gleichzeitig eingängig bleibt, macht die Single umso stärker. Der Refrain setzt sich schnell fest, ohne beliebig zu wirken. Genau darin steckt das Potential, das man echten Sommerliedern wünscht: dass sie nicht nur eine Saison begleiten, sondern Jahre später plötzlich wieder auftauchen – und sofort Erinnerungen auslösen.

Mit „Summerfeeling“ liefert Laura Wilde deshalb nicht einfach die nächste Single aus dem Umfeld ihres Albums „Boulevard Sehnsucht“. Sie liefert den Soundtrack zu diesen kleinen, fast vergessenen Momenten, die irgendwann plötzlich wieder da sind.

Und vielleicht ist genau das das schönste Sommergefühl überhaupt.

Bild von Andreas Breitkopf

Andreas Breitkopf

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Laura Wilde
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